Ein Wintergarten lässt sich leider in Deutschland nicht ohne weiteres an das Haus anbauen – dafür brauchen Sie in den meisten Fällen eine Baugenehmigung von der zuständigen Baubehörde. Da die Landesbauordnungen verschiedene Richtlinien haben, sollten Sie sich unbedingt vor dem Baubeginn bei den entsprechenden Kommunen erkundigen. Zu den notwendigen Unterlagen, die beim Bauamt abgegeben werden sollten, gehören:
Als Wintergarten gilt ein Glashaus mit Glasdach aus hochwertigem Glas, das Sie vorwiegend als Wohnraumerweiterung nutzen. Es grenzt direkt an den Garten oder verfügt über einen Blick auf Garten oder Landschaften. Je nachdem zu welchem Zweck Sie Ihren Wintergarten nutzen wollen, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
Wenn es rund um Ihr Haus viel Platz gibt, entscheiden Sie frei, wo Sie den Wintergarten anbauen. Ost- oder Westseite des Hauses sind am besten, wenn der Wintergarten in erster Linie der Erholung dienen soll. Hier haben Sie nur mäßige Sonneneinstrahlung, so dass Sie den Wintergarten morgens als Esszimmer und am Abend als Entspannungsbereich nutzen.
Im nach Süden ausgerichteten Wintergarten können Sie sich eine echte Orangerie gestalten. Hier dringt das Sonnenlicht in großen Mengen ein, so dass der Anbau von exotischen und tropischen Pflanzen kinderleicht wird. Am wenigsten günstig ist die Ostseite des Hauses. In dem so platzierten Wintergarten schafft es wenig Sonne ins Hausinnere, so dass es im Inneren eher kühl bleibt. Eine solche Lösung hat jedoch den Vorteil, dass der Anbau im Herbst und Winter ein ausgezeichneter Puffer gegen das Eindringen von Kälte ins Gebäude ist.
Eine einfache Pultdach-Konstruktion – ein so-genannter Anlehn-Wintergarten – ist für den Wintergarten Standard. Diese Bauform ist kostengünstig und erzeugt durch die stärkere Neigung der vorderen Hälfte des Dachs Wärmegewinne. Achten Sie bei der Gestaltung darauf, dass der Wintergarten architektonisch und optisch ansprechend mit dem vorhandenen Haus verbunden wird. Hier sollten möglichst viele Gebäudelinien fortgeführt und die Wahl des Materials und Anstrichs auf das Wohngebäude abgestimmt werden.
Eine aufwändigere Konstruktion ist ein Polygon-Wintergarten. Der Grundriss ist sechs- oder mehreckig und erinnert in der Form an einen Pavillon. Besonders empfehlenswert ist dieser Polygon-Wintergarten, wenn das Hausdach ähnlich konzipiert ist. Ein Nachteil ist, dass es nicht so viel Platz gibt. Ebenso ist der Einbau von Beschattung hier schwieriger. Auf der anderen Seite lässt die vieleckige Form mehr Licht und natürlich Wärme zu, so dass der Polygon-Wintergarten in der kalten Jahreszeit nicht so schnell auskühlt.
Die teuerste Konstruktion ist ein Über-Eck-Wintergarten. Die Dachkonstruktion ist sehr komplex; Sie müssen außerdem bei gleicher Nutzfläche mehr Glas einbauen. Dadurch dass die Hauswand nur zu einem geringen Teil in der Tragekonstruktion verankert ist, müssen besondere statische Lösungen mit in die Planung einfließen. Der große Pluspunkt ist ein toller Panoramablick von 270 Grad in den Garten.
Beim Bau des Wintergartens ist das solide Fundament für die Standsicherheit des Wintergartens selbst und auch für das Haus entscheidend. Je nach gewähltem Standort können Sie vorhandene Terrassenplatten verwenden oder ein komplett neues Fundament erstellen. Bevor Sie sich für die erste Option entscheiden, ist es nötig, zu prüfen, ob die Platten die Lasten des Wintergartens wirklich tragen können.
Neben der Konstruktion kommt der Wintergarten-Verglasung enorme Bedeutung zu. Bei der Wahl der Verglasung sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:
