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gepostet am 02.11.2016 von MARE Haus GmbH

Was ist eigentlich Putz

Putz (eigentlich Putzmörtel-Belag) findet sowohl als Außenputz für Fassaden als auch als Innenputz für Innenwände und Decken Verwendung. Innenputze ergänzen Tapeten hervorragend – oder können diese sogar komplett ersetzen. Innenputze werden auf Decken und Wänden aufgetragen und bestehen aus mehreren Lagen in unterschiedlicher Stärke.

Außenputze haben dagegen die Aufgabe, die Gebäudehülle vor verschiedenen Witterungseinflüssen und mechanischen Beschädigungen zu schützen. Moderne Innen- wie auch Außenputze stehen für kreative Wandgestaltung mit höchster Oberflächenqualität.

Der Klassiker: Gipsputz

Für viele Bauherren ist der Gipsputz das Material der Wahl, wenn es um perfektes Verputzen der Innenwände in Einfamilienhäusern geht. Er dient in erster Linie als Untergrund für Farbe und Tapete. Gipsputze werden aus Gipsmörtel hergestellt und eignen sich für alle Räume mit normaler Luftfeuchte, einschließlich für Küchen.

Sie zeichnen sich durch ein offenporiges Gefüge aus, welches einen schnellen Transport von Wasser und ein rasches Austrocknen ermöglicht. Die mit Gipsputz bedeckte Fläche ist glatt und begünstigt ein sauberes Innenklima: Gipsputz ist atmungsaktiv und bietet darüber hinaus einen guten Brandschutz, da erschwer entflammbar ist.

Gipskalkputz für hochwertige Ebenheit

Gipskalkputz kommt vor allem als Unterputz auf Mauerwerk im Innenbereich zum Einsatz. Er muss mit einem Deckputz geglättet werden. Auf dem Markt gibt es spezielle Mischungen, die zum Filzen und Glätten vorbereitet sind. Die besten Untergründe für Gips-Kalkputze sind

  • Backstein
  • Kalksandstein
  • Naturstein
  • Porenbeton
  • Beton.

So strapazierfähig Gips-Kalkputze auch sind, lassen sie sich jedoch nicht im klassischen Nassbereich verwenden. Da die heutigen Bäder nicht mehr mit früheren Waschküchen vergleichbar sind, wird im Regelfall auch hier mit Gips oder Gips-Kalkputz gearbeitet. Gips-Kalkputze sind ökologisch sinnvoll, regulieren das Klima und sind diffusionsoffen.

Kalkputz: Für Allergiker geeignet

Kalkputz ist ein Mineralputz, welcher ohne Einsatz von Kunststoffen abbindet. Zum Verputzen mit Kalkputzen eignen sich

  • Lehmsteine
  • Bimssteine
  • Kalksandsteine
  • Backsteine.

Mineralische Kalkputze tragen zur Klimaregulierung bei: Sie nehmen die überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und geben diese später ab. Auf diese Weise beugen sie Schimmelbildung vor. Kalkputze beeinflussen die Raumwirkung: Je feiner die Putzschicht, desto edler wirkt der verputze Raum. Kalkputz als glatter Oberputz wird strukturlos aufgetragen. Mit groben Strukturen sorgen Sie dagegen für eine auffällige Wandgestaltung.

Kalk-Zementputz – wasserabweisend und atmungsaktiv

Kalk-Zementputz ist wegen seiner wasserabweisenden Eigenschaften für richtige Feuchträume, Garagen sowie für die Putzfläche im Außenbereich geeignet. Er schützt das Mauerwerk gut gegen Schimmelbefall und erzeugt an den Wänden eine leichte Struktur.

Lehmputz für gesunde Putzoberfläche

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Mit Lehmputzen schaffen Sie eine besonders warme, wohnliche Atmosphäre. Lehm hält eine konstante und gesunde Luftfeuchtigkeit in den Räumen, so dass die Schadstoffe eliminiert werden. Lehmputze eignen sich sowohl für die Gestaltung rauer als auch glatter Wände. Da Lehmputz sehr weich ist, sollten Sie beim Verspachteln an einen Kantenschutz denken.

Dekorputz – Gestaltungsvielfalt für Ihre Innenwände

Dekorputze haben zum Ziel, die Wände zu verschönern und zu schützen. Sie haben sich in den letzten Jahren als beliebte Alternative zur Tapete durchgesetzt. Dabei lassen sich verschiedene Putztechniken für die Herstellung außergewöhnlicher Wandstrukturen unterscheiden.

Rollputz

Rollputz ist ein Streichputz, welchen Sie mit einer Rolle auf allen Untergründen auftragen können. Mit diesem Putz zaubern Sie zwar unregelmäßige Strukturen, welche jedoch ein einheitliches Muster ergeben. Diesen Effekt erreichen Sie, wenn Sie den Rollputz z.B. mit einer Bürste oder Strukturrolle auftragen.

Reibeputz

Der Reibeputz ist ein körniger Putzmörtel mit einer gröberen Körnung als Rollputze. Auf dem Markt ist er als ein Kunstharzputz oder ein mineralischer Putz erhältlich. Die grobe Gestaltung der Wände erreichen Sie durch abschließendes Reiben des vorher aufgezogenen Putzes.

Alternativen zum Putz

Natürlich muss es nicht immer Putz sein: Im Innenbereich zählen nach wie vor Tapeten zu den beliebtesten Möglichkeiten der Wandgestaltung. Und auch bei der Fassadengestaltung können Sie Ihrer Fantasie Ausdruck verleihen: Durch eine zweifarbig verputzte Fassade – oder ganz minimalistisch mit Klinker als Alternative zum Putz!

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