Bild Haussockel 1

gepostet am 06.10.2017 von MARE Haus GmbH

Haussockel – ein besonders belasteter Gebäudeteil

Der größte Feind des Haussockels ist natürlich Wasser in jeder erdenklichen Form wie Schlagregen, Spritzwasser, Oberflächenwasser oder Bodenfrost. Sobald das Wasser über das Mauerwerk nach oben bzw. nach unten eindringt, schädigt die Feuchtigkeit die Wärmedämmung. Hinzu kommt die Streusalzbelastung von Häusern, die sich in Straßennähe befinden: Streusalz in Verbindung mit verbeifahrenden Fahrzeugen führt aufgrund der Salzlösung zur Feuchteaufnahme durch den Sockel.

Schäden im Sockelbereich gefährden die Bausubstanz

Die Abdichtung im Sockelbereich ist enorm wichtig, um spätere Ausbesserungsarbeiten zu vermeiden. Als typische Schadbilder vom Haussockel gelten

  • Abplatzen und Blasenbildung, wenn sich Untergrund und Putzschicht voneinander lösen
  • Risse, welche durch das Setzen des Mauerwerks entstehen
  • Absanden bei Kalkputzen, welche durch Spritzwassereinwirkung mit der Zeit abbröckeln
  • Ausblühungen wegen sich lösender Salze.

Sockel gibt es in verschiedenen Ausführungen

Sockel ist nicht gleich Sockel. Grundsätzlich lassen sich drei Sockelarten unterscheiden. Zu diesen gehören:

  • Der vorspringende Sockel, welcher über die Fassade hinausragt – also dicker ist. Auf diese Weise lässt sich der Sockel schön von der Fassade absetzen. Er wird heute aber nur noch bei der Altbausanierung verwendet.
  • Der zurückgesetzte Sockel, der dünner als die Fassade ist. Diese Ausführung sorgt für eine sehr gute optische und technische Trennung beider Gebäudeteile. Klarer Vorteil: dadurch lassen sich Reparaturen am Sockel einfacher durchführen. Diese Sockel-Variante ist der klare Favorit im modernen Hausbau.
  • Der bündige Sockel bildet zusammen mit der Fassade eine perfekt aufeinander abgestimmte Einheit, so dass beide auf einem Level liegen. So entsteht ein homogenes Erscheinungsbild mit einem durchgehenden Außenputz. Diese Lösung eignet sich sehr gut für Häuser mit großen Dachüberständen, was bei Bungalows sehr oft der Fall ist.

Verkleidung und Spritzschutz für den Sockel machen es aus

Bild Haussockel 2

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Haussockel vor der zerstörerischen Kraft des Wassers zu schützen. Im Prinzip können Sie Ihren Haussockel entweder putzen, streichen oder verblenden.

Die häufigste Sockeloberfläche ist ein Kunstharzputz (Buntsteinputz). Diese Beschichtung wird als obere Lage auf den Sockel aufgetragen und bildet eine geschlossene, sehr wetterfeste Oberfläche.

Haussockel durch Anstrich versiegeln

Sockelbereiche lassen sich mit speziellen Sockelfarben streichen. Ein solcher Anstrich ist wetterbeständig, sorgt für hohe Farbechtheit und ist enorm abriebfest. Auf dem Markt finden Sie vor allem

  • Fassaden-Dispersionsfarben (für Untergründe wie Putz, Beton, Ziegelmauerwerk und Kalksandstein)
  • Silikatfarben (verkieseln auf dem Untergrund und können dadurch nicht abblättern. Sie überzeugen zudem mit einer natürlichen Ausstrahlung aufgrund natürlicher Pigmente).

Wichtig: Bei Anstrichen kann es passieren, das nach dem Winter Salzränder auf dem Putz zu sehen sind, wenn mit Tausalz gearbeitet wurde.

Haussockel verkleiden

Damit ein harmonisches Bild entsteht, stimmen Sie den Sockelbereich farblich auf die Fassade ab! Die Verkleidung des Haussockels erfolgt mit unterschiedlichen Materialien wie

Der Sockelbereich ist eine kleine, aber doch wichtige Sache beim Hausbau. Außer den hier beschriebenen Maßnahmen zum Schutz des Haussockels ist es wichtig, dass ausreichend Sonne und Wind an den Sockel gelangen.

Tipp unserer Hausbau-Profis zum Schluss: Entfernen Sie auch regelmäßig jeglichen Bewuchs und verhindern Sie Belastungen z.B. aus verstopften Regenrinnen – so schützen Sie nicht nur den Sockelbereich, sondern die Bausubstanz Ihres ganzen Hauses!

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