Bild Putzfassade 1

gepostet am 13.10.2015 von MARE Haus GmbH

Vorarbeiten für eine Putzreinigung

Bevor mit einer Reinigung Ihrer Fassade begonnen wird, plant die beauftragte Fachfirma das Vorhaben genau. Sie prüft beispielsweise, ob Ihr Gebäude unter Denkmalschutz steht und welche rechtlichen Bestimmungen greifen. Besondere Verunreinigungen werden inspiziert und es wird festgehalten, ob beispielsweise eine Graffitientfernung durchgeführt werden muss. Eventuelle Schäden wie Risse oder Salzschäden sollten Sie vor dem Reinigen beheben lassen.

Zudem gilt es Entsorgungsfragen für das anfallende Schmutzwasser zu klären. Die Entsorgung ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich geregelt. Das Abwasser darf aber auf keinen Fall unkontrolliert im Erdboden versickern. Ebenfalls zu den Vorbereitungen gehört das akribische Abdecken von Öffnungen und das Abschalten elektrischer Anlagen. Gereinigt wird immer von oben nach unten, bei der Anwendung von Putzmitteln umgekehrt. Bei stark saugenden Untergründen ist ein sogenanntes Vornässen notwendig.

Die richtige Methode für die Fassadenreinigung

Der wichtigste Schritt bei der Planung: unter vielen verschiedenen Methoden die richtige für Ihre Putzreinigung zu finden. Denn keine Fassade ist wie die andere – Klinker reagiert anders als Porenbeton. Deshalb bestimmt der Fachmann immer zuerst die Untergrundbeschaffenheit. Er klärt, welches Material und welcher Stein beim Hausbau verwendet wurde und wie die Fassade die Reinigungsmittel an- und aufnimmt.

Um die Reaktion des Fassadenmaterials auf unterschiedlichen Wasserdruck, Temperaturen und Chemikalien zu prüfen, ist stets ein Vorversuch nötig. Ebenfalls ausschlaggebend für die Wahl der Reinigungsmethoden ist die Art der Fassade, also ob es sich um eine massive Hausfassade oder eine Vorhangfassade handelt.

Hochdruckreinigung

Nicht die schonendste Reinigungstechnik für Putzfassaden ist die Hochdruckreinigung. Dabei wird meist heißes Wasser mit oder ohne Zusatz von Netzmitteln mit großem Druck aufgebracht. Kurzzeitverfahren verringern das Risiko der Durchfeuchtung der Fassade, doch lose Fassadenteile können dabei trotzdem abbröckeln.

Nichtsdestotrotz ist diese Art der Fassadenreinigung die bewährteste und verbreitetste und eignet sich für alle Arten von Reinigung: von der Graffitientfernung, über Moosentfernung bis hin zur Anstrichvorbereitung für eine neue Fassadenfarbe.

Höchstdruckreinigung

Bild Putzfassade 2

Noch rabiater ist die Höchstdruckreinigung: Mit einem Betriebsdruck von 800-1200 bar und 100-350 Liter Wasser pro Minute arbeiten Fassadenreiniger bei dieser Methode. Schmutz wird dabei auf jeden Fall gründlich entfernt.

Da die Technik fast immer zu Substanzverlust führt und enormer Mengen Wasserbedarf, wird sie bei der Gebäudereinigung seltener eingesetzt.

Sandstrahlverfahren

Auch das Sandstrahl- bzw. Partikelstrahlverfahren, bei dem Sandstrahler benutzt  werden, hinterlässt oft sichtbare Spuren, sprich: Abrasion, an Ihrem Gebäude. Doch diese Methode kann auch mit Niederdruck durchgeführt werden, wodurch sie schonender ist.

Reinigungschemie

Chemische Verfahren werden dort eingesetzt, wo die Reinigung mit Wasser wegen Art und Grad der Verschmutzung nicht möglich ist. Zum Einsatz kommen entweder Säuren oder Laugen. Säuren beseitigen beinahe alle Verschmutzungen, wie

  • Rost
  • Zementschleier
  • Ausblühungen
  • Korrosionsprodukte
  • Algen
  • Moos
  • Fett
  • Öl.

Alkalien reinigen säureempfindliche Gesteine wie Kalkstein, Travertin oder Muschelkalk.

Dampfstrahlreinigung

Die Dampfstrahlreinigung ist eine gute Alternative zur Wasserstrahlreinigung. Hier wird mit minimalem Wasseraufwand und ohne Druck gereinigt. Den Reinigungseffekt verbessern Bürsten, Sprüh- und Sauggeräte, die aber ausschließlich in Handarbeit eingesetzt werden und dadurch sehr schonend sind.

Fassade mit WDVS reinigen

Besitzt Ihr Heim ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS), ist höchste Vorsicht geboten. Diese sind zwar anfällig für Algen- und Moosbefall und tendieren zu Schimmelbildung – doch eine aggressive Reinigung würde ihnen stark schaden.

Zu viel Wasserdruck und Wasserdampf halten Sie von diesen Fassaden also am besten fern. Benutzen Sie zum Putzen stattdessen weiche Bürsten und Seifenlauge oder herkömmlichen Algenentferner – oder lassen Sie wirklich nur den Fachmann reinigen.

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