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gepostet am 01.06.2016 von MARE Haus GmbH

Formalitäten beim Wintergartenbau

Ein Wintergarten lässt sich leider in Deutschland nicht ohne weiteres an das Haus anbauen – dafür brauchen Sie in den meisten Fällen eine Baugenehmigung von der zuständigen Baubehörde. Da die Landesbauordnungen verschiedene Richtlinien haben, sollten Sie sich unbedingt vor dem Baubeginn bei den entsprechenden Kommunen erkundigen. Zu den notwendigen Unterlagen, die beim Bauamt abgegeben werden sollten, gehören:

  • Formulare
  • Bauantrag
  • Bauzeichnungen
  • Einverständnis der Nachbarn
  • Auszug aus dem Katasteramt
  • Baubeschreibung
  • Bauberechnung
  • Diverse technische Nachweise
  • Eventuelle zusätzliche Nachweise (Schallschutz, Brandschutz, Lüftung oder Heizung)

Arten von Wintergärten

Als Wintergarten gilt ein Glashaus mit Glasdach aus hochwertigem Glas, das Sie vorwiegend als Wohnraumerweiterung nutzen. Es grenzt direkt an den Garten oder verfügt über einen Blick auf Garten oder Landschaften. Je nachdem zu welchem Zweck Sie Ihren Wintergarten nutzen wollen, stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Der unbeheizte Wintergarten – als Verlängerung der Terrassensaison oder als Klimapuffer (Kaltwintergarten)
  • Der temperierte Wintergarten – dient der Überwinterung empfindlicher Pflanzen und ist ein toller Entspannungsbereich für die Bewohner
  • Der beheizte „warme“ Wintergarten (Wohnwintergarten) – ist ein über das ganze Jahr genutzter Wohnraum, welcher beheizt werden muss

Lage des Wintergartens bestimmten

Wenn es rund um Ihr Haus viel Platz gibt, entscheiden Sie frei, wo Sie den Wintergarten anbauen. Ost- oder Westseite des Hauses sind am besten, wenn der Wintergarten in erster Linie der Erholung dienen soll. Hier haben Sie nur mäßige Sonneneinstrahlung, so dass Sie den Wintergarten morgens als Esszimmer und am Abend als Entspannungsbereich nutzen.

Im nach Süden ausgerichteten Wintergarten können Sie sich eine echte Orangerie gestalten. Hier dringt das Sonnenlicht in großen Mengen ein, so dass der Anbau von exotischen und tropischen Pflanzen kinderleicht wird. Am wenigsten günstig ist die Ostseite des Hauses. In dem so platzierten Wintergarten schafft es wenig Sonne ins Hausinnere, so dass es im Inneren eher kühl bleibt. Eine solche Lösung hat jedoch den Vorteil, dass der Anbau im Herbst und Winter ein ausgezeichneter Puffer gegen das Eindringen von Kälte ins Gebäude ist.

Grundrisse für den Wintergarten

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Eine einfache Pultdach-Konstruktion – ein so-genannter Anlehn-Wintergarten –  ist für den Wintergarten Standard. Diese Bauform ist kostengünstig und erzeugt durch die stärkere Neigung der vorderen Hälfte des Dachs Wärmegewinne. Achten Sie bei der Gestaltung darauf, dass der Wintergarten architektonisch und optisch ansprechend mit dem vorhandenen Haus verbunden wird. Hier sollten möglichst viele Gebäudelinien fortgeführt und die Wahl des Materials und Anstrichs auf das Wohngebäude abgestimmt werden.

Eine aufwändigere Konstruktion ist ein Polygon-Wintergarten. Der Grundriss ist sechs- oder mehreckig und erinnert in der Form an einen Pavillon. Besonders empfehlenswert ist dieser Polygon-Wintergarten, wenn das Hausdach ähnlich konzipiert ist. Ein Nachteil ist, dass es nicht so viel Platz gibt. Ebenso ist der Einbau von Beschattung hier schwieriger. Auf der anderen Seite lässt die vieleckige Form mehr Licht und natürlich Wärme zu, so dass der Polygon-Wintergarten in der kalten Jahreszeit nicht so schnell auskühlt.

Die teuerste Konstruktion ist ein Über-Eck-Wintergarten. Die Dachkonstruktion ist sehr komplex; Sie müssen außerdem bei gleicher Nutzfläche mehr Glas einbauen. Dadurch dass die Hauswand nur zu einem geringen Teil in der Tragekonstruktion verankert ist, müssen besondere statische Lösungen mit in die Planung einfließen. Der große Pluspunkt ist ein toller Panoramablick von 270 Grad in den Garten.

Glasanbau muss auf soliden Füßen stehen

Beim Bau des Wintergartens ist das solide Fundament für die Standsicherheit des Wintergartens selbst und auch für das Haus entscheidend. Je nach gewähltem Standort können Sie vorhandene Terrassenplatten verwenden oder ein komplett neues Fundament erstellen. Bevor Sie sich für die erste Option entscheiden, ist es nötig, zu prüfen, ob die Platten die Lasten des Wintergartens wirklich tragen können.

Verglasung im Wintergarten

Neben der Konstruktion kommt der Wintergarten-Verglasung enorme Bedeutung zu. Bei der Wahl der Verglasung sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

  • Sonnenschutz – unerträgliche Aufheizung des Wintergartens verhindern Sie mit Sonnenschutzglas und Wärmeschutzglas als auch mit passender Wintergartenbeschattung (außen und innen)
  • Sicherheit – Einbruchschutz bieten hier Sicherheitsgläser
  • Schallschutz – mit Schallschutzgläsern werden Sie den lästigen Lärm los
  • Reinigung – selbstreinigendes Glas ist bei großen Wintergärten besonders sinnvoll

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