Bild Tiefgarage 1

gepostet am 03.04.2017 von MARE Haus GmbH

Merkmale der Tiefgarage

Garagen lassen sich entweder ans Haus anlehnen, ins Haus integrieren oder unter Tage bauen. Als Tiefgarage (auch Rampengarage genannt) wird eine Einzelgarage unterhalb der Erdoberfläche im Kellerbereich bezeichnet. Ein Stellplatz unter der Erde muss mindestens 5 m lang sein und über eine Einfahrmöglichkeit mit geeigneter Steigung verfügen.

Die Breite der Tiefgarage hängt von der Begrenzungsart der Längsseiten ab. Wenn beide Längsseiten der Garage begrenzt sind, dann muss der Stellplatz 2,5 m breit sein. Planen Sie nur eine begrenzende Längsseite, so beträgt die Breite nur 2,4 m. Wollen Sie sich einen Stellplatz bauen, welcher an beiden Längsseiten offen ist, reicht es, wenn er 2,3 m breit wird.

Wichtig: Ein behindertengerechter Stellplatz muss eine Breite von mindestens 3,5 m haben.

Bautechnische Voraussetzungen für Tiefgaragen

Tiefgaragen sind starken mechanischen Belastungen durch drückendes Erdreich und hohen Grundwasserstand oder auch Salz aus tauendem Frost ausgesetzt. Dadurch empfiehlt sich hier, eine Garage aus Beton zu bauen. Lassen Sie dabei unbedingt ein Bodengutachten erstellen, damit Sie wissen, ob die Bodenverhältnisse für die Errichtung einer unterirdischen Garage geeignet sind. Des Weiteren müssen Sie bei der Planung

  • Rampenneigung mit Böschungs- und Rampenwinkeln
  • Entwässerung
  • thermische Trennung
  • Abdichtung von Rampe und Rampenanschluss bei bindigen Böden/Grundwasser
  • passende Rampenbreite
  • Befestigung der Rampenwände

berücksichtigen.

Auch dichte Fugen, gut funktionierende Wassereinläufe und Ableitungen sind bei Rampengaragen unumgänglich. Sorgen Sie in Ihrer Tiefgarage unbedingt für eine gute Entlüftung. Der Grund dafür ist, dass Kohlenmonoxyd schwerer als Luft ist und sich dadurch auf dem Garagenboden absetzt.

Tipp: Informieren Sie sich bei der zuständigen Baubehörde über den Bebauungsplan. So sehen Sie, ob in Ihrer Region Tiefgaragen genehmigungspflichtig sind.

Schwachstellen einer Tiefgarage

Bild Tiefgarage 2

Wenn ein Regenwasserkanal höher liegt als die Garage, führt dies zu Problemen mit der Entwässerung der Garagenzufahrt. Noch schlimmer gestaltet sich die Sache, wenn Schnee und Eis vor der Garage liegen. Abhilfe kann hier nur eine beheizte Zufahrt schaffen, die den Bau einer Tiefgarage automatisch verteuert. Ein zusätzlicher Minuspunkt kann das Garagentor sein, weil es bei Starkregen schnell überschwemmt wird.

Oberirdische vs. Tiefgarage

Ob Sie sich für eine oberirdische Garage oder eine Tiefgarage entscheiden, ist nicht nur Frage des Geschmacks, sondern auch des Geldes. Eine wirklich Alternative ist die Tiefgarage also nur in seltenen Fällen, da der Aufwand meistens den Nutzen bei weitem übersteigt. Wenn Sie ein unterkellertes Massivhaus oder Mehrfamilienhaus bauen, dann wäre eine Tiefgarage überlegenswert. Gerne können wir auf Ihren Wunsch eine Tiefgarage bei Ihrem Bauvorhaben mit einplanen. Lassen Sie sich bei uns unter 03843 776553 beraten oder schreiben Sie uns eine Nachricht über unser Kontaktformular.

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