Planprüfung auf der Baustelle

gepostet am 18.02.2014 von MARE Haus GmbH

Gerade im innerstädtischen Bereich gibt es oft harte Vorgaben hinsichtlich der zu bebauenden Fläche: Die im Bebauungsplan angegebene Grundflächenzahl (GRZ) gibt an, wie viele Quadratmeter des Grundstücks tatsächlich bebaut werden dürfen.

Unter Umständen ist der geplante Bungalow dann nicht zu realisieren. Häufig sind auch die Gebäudehöhe, die Dachneigung und die Anzahl der Geschosse genau definiert. Ist ein passender Haustyp gefunden, geht es an die Planung der einzelnen Räume.

Größe und Aufteilung der Räume

Hier macht es aus meiner Sicht Sinn, sich mit jedem einzelnem Raum zu beschäftigen. Wir erleben häufig, dass ein Gespräch zu den einzelnen Räumen eine völlig andere Hausgröße ergibt als ursprünglich vermutet. Hilfreich kann es sein, von der aktuellen Wohnsituation als Änderungsbasis auszugehen.

Wenn Sie die einzelnen Räume betrachten, tauchen schnell die ersten Fragen auf:

Zum Projekt ‚eigenes Heim‘ gehören in der Regel das passende Grundstück, das Traumhaus und die entsprechenden finanziellen Mittel. Auch wenn die anderen beiden Punkte nicht vernachlässigt werden dürfen, möchte ich heute näher auf das Traumhaus eingehen. Oft weist bereits das Grundstück, welches Sie sich ausgesucht haben, Einschränkungen hinsichtlich der Bebaubarkeit auf – schon hier kann sich also entscheiden, welcher Haustyp sinnvoll ist.

  • Soll die Küche offen oder geschlossen sein?
  • Wollen wir in der Küche auch den Esstisch platzieren?
  • Ist es sinnvoll, auch die Küche mit einer Terrassentür zu versehen, um das Geschirr nicht durchs Wohnzimmer tragen zu müssen?
  • Soll der Hausanschlussraum noch einen separaten Zugang erhalten?
  • Reicht die jetzige Wohnzimmergröße aus oder soll der neue Wohnbereich größer sein?
  •  Benötigen wir ein zusätzliches Arbeits- oder Gästezimmer und welche Größe soll es haben?
  • Soll das Gäste-WC mit einer Dusche ausgestattet sein?
  • Wie groß sollen die Kinderzimmer sein? Bestimmt nicht zu klein – aber irgendwann sind die Kinder aus dem Haus.
  •  Sind eine Ankleide oder auch ein Balkon gewünscht?

Fragen rund um die Energieeffizienz

Ein für alle Bauherren wichtiger Punkt ist die Frage nach der Energieeffizienz des neuen Hauses. Meine Empfehlung ist, bei der Gebäudehülle zu beginnen: Hier nämlich sind Nachbesserungen (wenn überhaupt) nur mit großem Aufwand möglich.

Dämmung

Genug Dämmung im Dachbereich macht sich nicht nur beim winterlichen Wärmeschutz bemerkbar, sondern schützt auch im Sommer vor einer Aufheizung der Räume. Ausreichende Dämmung im Fußbodenbereich und eine isolierende Außenwand wiederum erfolgen am kostengünstigsten durch ein Wärmedämmverbundsystem: Dabei wird auf die massive Außenwand eine Dämmschicht aufgebracht und diese dann verputzt.

Auch einschalige Systeme genügen den Anforderungen der EnEV (Energieeinsparverordnung 2014), erreichen aber selten so gute Werte oder sind deutlich kostenintensiver. Ich persönlich würde bei den Bauelementen mindestens auf ein Fünf-Kammersystem mit Dreifachverglasung und warmen Randverbund setzen.

Haustechnik

So ausgestattet kann man an die Haustechnik denken. Hier gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die Energiebilanz des Hauses zu verändern. Je nach Höhe der Anfangsinvestition gibt es hier einige Varianten:

Auflagen bei der Bebauung

  • Fernwärme bietet, sofern vorhanden, den meist preiswertesten Einstieg. Über die Kosten für die laufende Lieferung sollte man sich im Vorfeld erkundigen
  • Bei Gas-Brennwert mit solarer Warmwasserbereitung handelt es sich um eine ausgereifte Technik, die aber im Energiepass nicht so gut wie andere Heizsysteme bewertet wird
  • Gas-Brennwert mit solarer Heizungsunterstützung hingegen liegt preislich schon auf dem Niveau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe:
  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpe wird im Energiepass gut bewertet und kann je nach Produkt auch in der Grundvariante schon zum Kühlen verwendet werden; allerdings ist hierfür ein Außengerät notwendig.
  • Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe heizt sehr effizient, allerdings stellt sie auch die höchste Anfangsinvestition dar. Die Möglichkeit der Bohrung ist örtlich zu prüfen; außerdem muss genug Fläche vorhanden sein, um die Kollektoren horizontal zu verlegen.

Lassen Sie sich über die jeweiligen Preise informieren, dann haben Sie die Möglichkeit, diese Entscheidung noch etwas nach hinten zu schieben. Ist der Energiepass einmal erstellt, ist es kein großer Aufwand, die einzelnen Varianten zu vergleichen: Anhand des sich veränderten Primärenergiebedarfes können Sie dann entscheiden, ob sich die jeweilige Investition tatsächlich lohnt. Wichtig: Vorausschauendes PlanenIch gehe davon aus, dass (egal, für welche Heizvariante Sie sich entscheiden) eine Fußbodenheizung mit Einzelraumsteuerung Verwendung findet.

Bei einer Gas-Therme wäre das nicht unbedingt notwendig; bei einer späteren Umrüstung wären Heizkörper allerdings ein Hindernis. Entsprechend wichtig ist es, sich schon im Vorfeld über die spätere Ausstattung der Heiztechnik Klarheit zu verschaffen. Weil dabei viele Faktoren eine Rolle spielen, empfehle ich Ihnen eine umfassende Beratung durch unsere Profis – so können Sie sicher sein, dass am Ende Ihres Projekts tatsächlich Ihr persönliches Traumhaus steht.

Für weitere Informationen können Sie uns jederzeit kontaktieren.

Wir freuen uns darauf, Ihr Traumhaus zu bauen.

Herzlichst, Ihr Jens Taube (Geschäftsführer MARE HAUS GmbH) 

Urheber der Bilder: 

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