gepostet am 01.09.2016 von MARE Haus GmbH

Sonnenlicht-Transport in dunkle Räume

Die Umlenkung des Tageslichtes durch Lichtkamine erfolgt mit Hilfe von:

  • Lichtsammler
  • Lichtleiter
  • Lichtverteiler

Der Lichtsammler ist meistens einehalbrunde Lichtkuppel aus Acrylglas, welche auf dem Dach installiert wird. Dank dieser Form erreicht man einen größtmöglichen Tageslichteinfall und sorgt für ein optimales Ablaufen von Regenwasser. Das Acrylglas ist zudem besonders strapazierfähig und beständig gegen Hagel und große Schneemassen. Auf dem Markt können Sie ebenso Varianten aus Sicherheitsglas kaufen, welche außen mit einer selbstreinigenden Beschichtung ausgestattet sind.

Die Tageslichtlenkung in den fensterlosen Raum erfolgt entweder mit Lichtleiter als Rohr oder Schlauch. Die Röhren bestehen aus Aluminium, wobei ihre Innenseite metallisch verspiegelt ist. Sobald die Lichtstrahlen diese metallische Fläche erwischt haben, werden sie reflektiert und nach unten umgelenkt, bis das Ende der Röhre sichtbar ist. Achten Sie bei der Wahl der passenden Tageslichtröhre auf die Länge des Rohres und seinen Durchmesser. Ein Richtwert für Sie sind vier Meter, weil man in dem Falle mit einem geringen Verlust in das Rauminnere rechnen kann.
Eine Alternative zu den Sonnenröhren sind Lichtleiter in Form von Schläuchen. Sie werden aus einer metallisierten Kunststofffolie hergestellt und eignen sich überall dort, wo irgendwelche bauliche Hindernisse den Weg versperren. Ein großer Minuspunkt von Tageslichtsystemen ist leider ein geringer Reflexionsgrad, was man an der niedrigeren Beleuchtungsstärke erkennen kann. Die Lichtschläuche finden Anwendung nur bei Längen von 50 cm bis zwei Meter.
Die Verteilung des Lichts erfolgt mit einer Streulinse. Sie bewirkt, dass das Tageslicht gleichmäßig verteilt in den Raum gelangt.

Einsatzbereiche von Lichtkaminen

Lichtkamine können Sie überall dort einbauen, wo es an Tageslicht mangelt, wie z.B. in innen liegenden Bädern oder Treppenhäusern. Sie sind sehr oft ein guter Ersatz für schwer zu reinigende Dachfenster. Sie lassen sich im Neubau oder in schon bestehenden Häusern montieren. Die mit Lichtkamin belichteten Räume heizen sich nicht so schnell auf, so dass Sie auf eine zusätzliche Wohnraumlüftung verzichten können. Auch im Gewerbebau zur Belichtung der Sanitärobjekte ist dieses Tageslichtsystem äußerst beliebt.

Voraussetzungen für die Montage von Lichtkaminen

bild lichtkamin 2

Die Tageslichtausbeute Ihres Lichtkamins hängt von dem von Ihnen ausgewählten Standort für die Installation ab. Am besten sind die südlichen und südwestlichen Dachteile, weil dort die Sonne am längsten und am intensivsten scheint. Vermeiden Sie bei der Montage von Lichtkaminen Schattenspender wie große Bäume oder hohe Nachbargebäude. Lichtkamine leisten gute Dienste, wenn eine Dachneigung von 15 bis 60 Grad erreicht wird. Sehen Sie unbedingt vor dem Einbau der Lichtkamine Ihren Dachstuhl durch. Es könnte sich nämlich herausstellen, dass Ihr Dach nach ein paar Jahren optisch zwar einwandfrei aussieht, aber die Konstruktion irgendwelche Mängel aufweist. Checken Sie ebenso die Dach-Abdichtung und Dacheindeckung auf eventuelle Undichtheiten.

Schattenseiten von Lichtkaminen

Mit Lichtkaminen erzielt man leider keine direkte Verbindung zum Tageslicht. Das ist aber wiederum notwendig, damit sich Leute wohlfühlen können. Lichtkuppen, Dachfenster und Lichtbänder sind direkt unterm Dach eine bessere Wahl als ein Lichtkamin.

 

Urheber der Bilder: 

nach oben
Menü