Hitze am See

gepostet am 15.08.2013 von MARE Haus GmbH

Viele Bauherren machen den Fehler, dass sich bei der Isolierung alles um Wärmeeinsparung dreht. Daran ist nichts verwerflich, dennoch sollte auch die Thematik Wärmeentwicklung an heißen Sommertagen nicht außer Acht gelassen werden. Bereits bei der Hausplanung kann hier das ein oder andere berücksichtigt werden, um an heißen Augusttagen im angenehm gekühlten Haus zu sitzen.

Integrierte Klima-/Belüftungsanlagen

Die effektivste Art und Weise sind Klimaanlagen. Allerdings wird oft der Fehler gemacht, dass eine Klimaanlage mit einem Belüftungssystem gleichgestellt wird. Der Unterschied zwischen beiden Systemen ist schnell erklärt. Eine Belüftungsanlage arbeitet mit der Außenluft. Prinzipiell kann diese mit mehreren offenen Fenstern auf Durchzug gleichgestellt werden. Die Außenluft wird durch die Belüftungsanlage zirkuliert und anschließend als erfrischend wahrgenommen.

Klimaanlagen regulieren die Raumluft

Bei einer Klimaanlage kann die Raumtemperatur eigenständig reguliert werden. Dadurch wird z. B. eine konstante Raumtemperatur von 25 Grad oder kühler ermöglicht. Damit trotz einer Klimaanlage keine immensen Energiekosten entstehen, bedarf es einer Isolierung . Denn das Ziel einer Klimaanlage ist die Einhaltung einer gewissen Temperatur. Schlecht isolierte Gebäude heizen sich schneller auf, wodurch die Klimaanlage über längere Zeit auf höchster Betriebsstufe läuft.

Fenster mit Sonnenschutz

Eine Isolierung ist aber nur dann effektiv, wenn die Fenster alle Voraussetzungen erfüllen, damit es zu keiner überhöhten Wärmeentwicklung kommt. Es empfiehlt sich der Einsatz von Fenstern mit integriertem Sonnenschutz. Diese Fenster besitzen die Eigenschaft, dass Wärme direkt zurück reflektiert wird. Besonders interessant wird es, wenn fest integrierte Außenrollläden beim Hausbau eingeplant werden. Statt dem Einsatz von Rollläden gibt es die Möglichkeit Fenster mit integrierten Jalousetten einzusetzen. Diese Art der Fenster werden nach dem „Sandwich Prinzip“ gebaut. Zwischen zwei Glasscheiben befindet sich die fest integrierte Jalousette. Diese schützt im geschlossenen Zustand gegen die Hitzeentwicklung und ist im Gegensatz zu herkömmlichen Rollläden vor äußerlichen Umwelteinflüssen geschützt.

Der Kostenpunkt bei Gebäuden mit integrierten Klima-/Belüftungsanlagen sowie Fenster mit Integrierten Sonnenschutz lässt sich nur schwer errechnen. Im Grunde kommt es auf die Gesamtfläche und Anzahl der Fenster an.

Nachrüstbare Möglichkeiten um die Hitze “auszusperren“

Bei bestehenden Gebäuden gibt es auch die ein oder andere Möglichkeit, um der Augusthitze Herr zu werden – ohne bauliche Maßnahmen.

Mobile Klimageräte

Der Preis bei Mobilen Klimageräten besitzt eine relativ weite Spanne. Günstige Modelle werden bereits ab 100 € angeboten. Bei teuren Modellen ist es nicht unüblich, wenn sich der Endpreis in einem dreistelligen Bereich befindet.

Die Unterschiede liegen in der Funktionalität, Effektivität, Qualität, Energieverbrauch und der Bauform.

Ein mobiles Klimagerät kühlt die warme Umgebungsluft in einem Raum ab. Oftmals wird ein direkter Vergleich zu Ventilatoren gestellt, wobei beide Kühlungsarten vollkommen unterschiedlich sind. Während ein Klimagerät die Raumtemperatur senkt, versorgt der Ventilator die Räumlichkeiten nur mit vereinzelten “Luftschüben“. Beim Ventilator kommt auch keine Kühlung zum Einsatz, sondern es wird nur die Umgebungsluft zirkuliert. Bei einer Innentemperatur von 30 Grad aufwärts ist der Einsatz eines Ventilators unsinnig. Denn im Endeffekt wird die warme Luft nur weiter verbreitet.

Jalousie und Sonnenschutzfolie

Bei Fenster ohne integrierten Sonnenschutz wird oftmals zu geschlossenen Jalousien geraten. Diese sind aber weniger effektiv, weil die Hitze dennoch in die Räumlichkeiten eintritt. Diese wird nur zwischen Fensterscheibe und Jalousie gestaut und breitet sich nach kurzer Zeit im Raum aus.

Die Sonnenschutzfolie ist meist kostengünstiger und effektiver. Durch das Anbringen am Fenster hat die Hitze erst gar nicht die Möglichkeit im Raum einzutreten und wird ähnlich, wie bei einem integrierten Sonnenschutz nach außen hin zurück reflektiert.

Unser Tipp: Möglichkeiten bei der Bauplanung ausschöpfen!

Klimageräte und auch Fenster mit Integrierten Sonnenschutz können bestens auf die Fläche der einzelnen Räume abgestimmt werden. Das hat den Vorteil, dass die Kühlung in einem schnelleren Zeitraum ermöglicht wird und durch die richtige Kalkulation erhebliche Energiekosten eingespart werden. Nachrüstbare Kühlungsquellen richten sich immer nach einem Standardwert und verbrauchen meist unnötig Energie.

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