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gepostet am 07.05.2018 von MARE Haus GmbH

Das sommerliche Wärmeverhalten von Gebäuden

Der sommerliche Hitzeschutz ist eine sehr wichtige Maßnahme zur Reduzierung der sommerlichen Aufheizung im Hausinneren, so dass sich die Bewohner den ganzen Sommer darin wohlfühlen. Dazu kommt, dass man dadurch auch die zur Kühlung der Räume mit einer Klimaanlage benötigte Energie einsparen kann – der Umwelt und Gesundheit zuliebe. Damit das überhaupt möglich ist, sollten Sie schon in der Hausbau-Planungsphase folgende Aspekte beachten:

  • Ausrichtung des Gebäudes nach Himmelsrichtungen
  • Wahl der passenden Bauweise
  • Art der Fenster-Verglasung
  • Größe und Lage der Fenster
  • Art des Sommerschutzes
  • Art der Lüftung

Mindestanforderungen an Wärmeschutz einheitlich geregelt

In der DIN 4108-2 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden - Teil 2 wurden die Grenzwerte sowie die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz festgelegt, die sowohl für neu zu errichtende Wohngebäude als auch für Nichtwohngebäude gelten. Dabei zählt vor allem die Wärmespeicherfähigkeit der Bauteile: Je speicherfähiger ein Bauteil ist, desto geringer ist die Erwärmung des Innenraums infolge Sonneneinstrahlung. Daraus ergeben sich wichtige Entscheidungen betreffs der Bauweise und verwendeter Baumaterialien. In dieser Norm finden Sie darüber hinaus Mindestwerte für Wärmedurchlasswiderstände von Bauteilen, die unbedingt zu beachten sind.

Auf die Wärmedämmung kommt es an

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Eine gut isolierte Gebäudehülle sorgt im Winter für Wärme und unser Wohlbefinden. Vielen von uns ist es jedoch nicht bewusst, dass dies auch genauso im Sommer funktioniert. Eine große Rolle spielt dabei die Dämmung unterm Dach, da sich die Dacheindeckung bei starker Sonne blitzschnell erwärmt und die Hitze sofort in die darunter liegenden Wohnbereiche gelangt. Die Qualität der Wärmedämmung erhöhen Wärmedämmstoffe, die eine besonders hohe Wärmespeicherfähigkeit aufweisen. Diese Baustoffe verlangsamen den Temperaturdurchgang und schirmen dadurch die Hitze so lange wie möglich ab. Zu diesen Baustoffen gehören:

  • Mineralwolle
  • Zelluloseflocken
  • Dämmplatten aus Holzfasern
  • Stahlbeton
  • Vollziegel

Massive Bauteile schneiden besser ab

Massive Häuser, die Stein auf Stein errichtet wurden, garantieren Ihnen einen sehr guten Wärmeschutz im Sommer sowie im Winter. Beton und Mauerwerk zeichnen sich dadurch aus, dass sie Wärme hervorragend speichern. Das Besondere dabei ist, dass sie die Wärme aufnehmen und diese verteilt in den späten Abend- und Nachtstunden nach und nach an die Innenseite der Außenwände abgeben. Ein wenig anders funktioniert es mit Bauelementen in Leichtbauweise. Gedämmte Holzständerkonstruktionen reagieren ohne zeitliche Verzögerung auf die Hitzeentwicklung und sind als Wärmespeicher eher ungeeignet. Darüber entscheidet nicht die Art der Dämmung, sondern der Aufbau solcher Bauteile.

Angenehme Raumtemperatur mit richtiger Verschattung erzielen

Fenster und große Glasflächen brauchen einen zuverlässigen Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung, damit sich die Zimmer nicht unerträglich aufheizen. Dafür verwenden Sie am besten außenliegende Sonnenschutzsysteme wie Jalousien, Rollläden oder Markisen. Innenliegender Sonnenschutz hilft hier nur bedingt, da er die Wärme erst im Raum stoppt, so dass die Wärme im Rauminneren spürbar ist.

Richtiges Lüften unterstützt den Wärmeschutz

Der Luftaustausch hat einen großen Einfluss auf das Wohnklima in Ihrem Haus. Dabei machen Sie tagsüber die Fenster im Sommer zu und machen sie erst abends/nachts so richtig auf. Mit diesem so genannten Querlüften erreichen Sie die besten Ergebnisse.

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